Wie sind Bodenverdichtungen entstanden?

Wie sind Bodenverdichtungen entstanden?

 

Die allgemeine Meinung ist, dass die Landwirte mit ihren schweren Maschinen den Boden kaputt gemacht haben. Das ist nicht möglich. Durch die schweren Maschinen wurde lediglich der Boden zwischen der oberen Verdichtungs-schicht und der Bodenoberfläche „gewalkt“. Das Pflügen erschuf dann die undurchlässige Pflugsohle.

Die Undurchlässigkeit des Bodens entstand schon in den verschiedenen Eiszeiten, in denen sich unter unvorstellbarem Druck Schicht auf Schicht aufbaute. Diese Schichtung wird bei der Tiefenlockerung genutzt.

Durch Bauarbeiten, verlegen von Drainagen Aufschüttungen, Lagerung großer Lasten und ähnliche Maßnahmen entsteht oft eine andere Art der Verdichtung. Auch diese ist zuverlässig zu beseitigen. In diesem Fall geht das nicht in einem Arbeitsgang. Ein zwei-  bis dreimaliges tiefenlockern im Rautenmuster hilft aber auch hier.

Die richtige Zahnstellung ist genauso zuverlässig einzuhalten.

 

Was wird durch die Tiefenlockerung-erreicht?

Es wird durch die hydraulische Anpassung des Tiefenzahnes (der Tiefenzähne) während der Arbeit an den jeweils vorliegenden Bodenzustand erreicht, dass eine tragfähige Bodenstruktur  geschaffen wird, die nicht wieder zerstört werden kann. Durch die Tiefenlockerung ist ein krümeliger Boden entstanden, der sich nicht erst wieder „setzen“ muss, und zwar durchgehend über die Traktorbreite hinaus und bis in eine Tiefe von ca. 60 cm.

Jeder, auch der schwierigste Boden, ist sehr schnell nach der Tiefenlockerung (sofort bis 3 Tage), jederzeit und bei jedem Wetter befahrbar und bearbeitbar. Das gilt auch für die „Minutenböden“.

Der Boden ist in der Lage, in kürzester Zeit große Mengen Wasser aufzunehmen, sehr viel davon zu speichern und den wirklichen Wasser-überschuss gefiltert und gereinigt ins Grundwasser oder ableitende Gewässer abzugeben. So können keine Nährstoffe ausgewaschen werden und keine Giftstoffe in das Grundwasser geraten (Gewässerschutz). Die teuren Drainagen und Beregnungsanlagen erübrigen sich, ganz gleich, ob das Wetter viel Nässe oder viel Trockenheit bringt.

Durch die Tiefenlockerung löst sich das Flugsand-Problem, da der Boden nie wieder trocken ist.  Feuchter Sand fliegt nicht. Zusätzlich sollte der Bodenoberfläche eine „Noppenstruktur“ gegeben werden, damit der Boden sich selbst beschattet.

Jede Art von Staunässe, auch größere Wasseransammlungen, sind behandelbar, ganz gleich, welche Ursache sie haben. Darunter fallen auch Staunässeschäden, die durch andere Bodenbearbeitungsgeräte entstanden sind.

Ortstein löst sich nach der Tiefenlockerung innerhalb kurzer Zeit von selbst auf.

Den Pflanzen stehen, oft erstmals seit es Ackerbau gibt, die in den tieferen Bodenschichten vorhandenen, unverbrauchten Mineralien und Spuren-elemente zur Verfügung. Das garantiert gesunde, widerstandsfähige Pflanzen, die von tierischen und pflanzliche Schädlinge nicht mehr angegriffen werden. Auch Dauerunkräuter verschwinden, weil ihre Lebensbedingungen nicht mehr vorhanden sind.

Der Boden erwärmt sich eher. Das verlängert die Wuchsperiode. Frostschäden durch Nachtfröste werden fast immer verhindert.

Die    Tiefenlockerung kann auch in schon bestehenden Obst- und Weinbaukulturen durchgeführt werden. Die Wärme, die aus dem Boden aufsteigt, schützt die Blüten vor Nachtfrösten.

Übelriechende Böden werden durch die Zufuhr von Luftsauerstoff entgiftet.

Grasflächen werden, ohne dass sie Schaden nehmen, von Staunässe und Trockenheit befreit. Das gilt nicht nur für Wiesen und Weideflächen. Kinderspielplätze, Sportplätze, Reitturnierflächen, Rasenflächen usw. bleiben durch den erwärmten Boden im Jahresverlauf länger benutzbar.

Achtung! Durch die Tiefenlockerung stehen den Pflanzen aus den tiefer gelegenen Bodenschichten erhebliche Mengen an zusätzlichen Nährstoffen zur Verfügung. Deshalb sollten Düngergaben und die Saatmenge reduziert werden. Besonders die Stickstoff-Düngung ist wegzulassen, da sonst durch Überdüngung Lagerschäden entstehen. Der Ertrag pro Fläche fällt auch dann noch erheblich größer aus, als auf konventionell bearbeiteten Vergleichsflächen.

Der Boden ist durch die Tiefenlockerung bestens auf eine kräftesparend, pfluglose Bodenbearbeitung vorbereitet, plus der Spurenelemente, die nun zur Verfügung stehen.

 

Bitte dringend beachten!

Bei der Tiefenlockerung kann nur die gewünschte Wirkung eintreten, wenn Sie sich nach unseren Anweisungen richten:

Immer die Zahnstellung benutzen, bei der sich das Gerät am leichtesten ziehen lässt, weil dann der Boden den geringsten Widerstand bietet.

Keine zu starken Traktoren benutzen, weil nur so die Zahnstellung mit dem geringsten Widerstand zu spüren ist.

 

Wie lässt sich die Wirkung der Tiefenlockerungsgeräte erklären?

 

Die Arbeitsgeräte der Tiefenlockerer sind die 5 cm dicken Zähne mit einer Spitze als Spaltwerkzeug, die vom Traktor aus hydraulisch in die genau passende Schrägstellung gebracht werden müssen. Der Winkel dieser Schrägstellung muss während der Tiefenlockerung hydraulisch angepasst werden, da der Druck des Bodens auf die Zähne in verschiedenen Höhen unterschiedlich stark ist.

Die Zähne werden im Anfahren mit der Spitze in Fahrtrichtung in den Boden gezogen, (auch in betonhartem Boden). Dann werden sie in die Schrägstellung gebracht, in der sie sich am leichtesten durch den Boden ziehen lassen. Am gleichmäßigen Ton des Motors, der dann mit geringeren Drehzahlen arbeitet, ist das gut festzustellen. Dabei gleitet der durch die Spitze abgespaltene Boden auf den Zähnen hoch und wird überdehnt. Die ursprünglichen Bodenschichten platzen voneinander, ohne dass die Bodenpartikel den Kontakt miteinander verlieren. Es ist eine ca. 60 cm hohe krümelige Masse entstanden. Die einzelnen Bodenpartikel haben eine ungleichmäßig kantige Struktur. Die Breitenwirkung der Lockerung geht über die Traktorbreite hinaus, so dass keine ungelockerten Stege stehen bleiben. Oft kann man sehen, dass sich bei der Arbeit die Hinterräder des Traktors heben. Das Volumen des Bodens hat nur minimal zugenommen. Das heißt, es gibt keine Überlockerung, die sich erst wieder „setzen“ muss.

Im Unterschied zu  anderen Tiefenlockerungsgeräten schneidet der Tiefenlockerer den Boden nicht mit schmalen Scharen in Scheiben. Alle glatten Flächen, wie die von Pflugscharen, schmale Zahnkanten oder flächigen Füße, auch wenn sie den Boden nach oben drücken, schaffen Verdichtungen. Geräte, die durch Bewegung innerhalb des Bodens diesen lockern, schaffen Überlockerung.